insolvenz droht

Insolvenz droht?

Unsere Erfahrung zeigt: Wer im Internet diese Webseite sucht und findet, dessen Selbständigkeit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Insolvenz bedroht. Warum auch immer - die Betroffenen verschließen in der Regel viel zu lange die Augen vor der Situation. Irgendwann sind die Nerven überlastet, es bricht Panik aus und viele rennen dann Hals über Kopf zum Insolvenzgericht. So zu handeln ist falsch und hilft nicht weiter!

Geordnete Insolvenz?

Was vom ehemaligen Wirtschaftsminister zu Guttenberg als Wortschöpfung geblieben ist, ist sein Vorschlag in der seinerzeitigen Opel-Krise, das Unternehmen in eine „geordnete Insolvenz“ zu führen.
Die seitdem aus Politik und Presse im Bedarfsfall immer wieder vorgetragene Forderung nach einer „geordneten Insolvenz“ ist juristisch betrachtet Unsinn. Nicht ohne Grund heisst das Gesetz, das alles regelt, Insolvenzordnung (InsO). Seien Sie versichert, dass hier keine Hinweise für eine „ungeordnete Insolvenz“ zu finden sind.

Überblick gewinnen

Dennoch hat zu Guttenberg mit seinem Vortrag vielen erstmals nahe gebracht hat, dass eine Insolvenz nicht Hals über Kopf beantragt werden sollte. Denn anders als das frühere Konkursverfahren, ist die Insolvenz durchaus auf Sanierung ausgerichtet. Ob diese aber überhaupt sinnvoll und machbar ist, muss objektiv und sachlich festgestellt werden.

„Es muss doch weiter gehen!“

In der Krise von Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen hört man diesen Satz immer wieder. Oft glauben Selbständige fälschlich, von Ihrem Tun zu leben. Manchmal ist aber das Gegenteil der Fall. Wenn sich die Regeln eines Marktes ändern, kann ein Unternehmen schnell wie ein Vampir werden. Dann werden Vermögenswerte, die manchmal über Generationen angehäuft wurden, schnell aufgezehrt. Liegt dies vor, so gilt es, entschlossen „den Vampir“ zu bekämpfen.

Nun kann man vieles falsch machen

Immer wieder werden vollkommen unrentable Unternehmen in der Insolvenz auf den Ehepartner übertragen. Mit welchem Ziel, muss man hier fragen? Um den „großen Knall“ zu vertagen? Um auch den unbelasteten Partner in schwierigste Finanzkrisen zu schicken? Warum sollte etwas funktionieren, was zuvor nicht geklappt hat? Auch ist davor zu warnen, Vermögenswerte „in Sicherheit zu bringen“. Ohne Begleitung eines Fachmanns, handeln sich Betroffene nichts als Ärger und Kosten ein. Um es ganz deutlich zu sagen: kurz vor der Insolvenz kann auch ein notarieller Vertrag nicht mehr helfen.

Es geht immer um Menschen

Im Mittelpunkt jeder Insolvenz stehen Menschen! Deren Lebenssituation wirtschaftlich nachhaltig zu ordnen, muss das Ziel eines Insolvenzverfahrens sein. Damit dies überhaupt möglich ist, müssen die Wünsche, Perspektiven und wirtschaftliche Machbarkeit unter Beachtung der insolvenzrechtlichen Möglichkeiten erarbeitet werden. Hierzu brauchen Betroffene in der Regel die Begleitung eines Fachmannes, denn die eigenen Gedanken kreisen meist nur noch wirr um Stichwörter wie Pfändung, Mahnbescheid, Vollstreckung, Gerichtsvollzieher und Insolvenzverschleppung. Wer soll so seine Zukunft regeln können?

Fragen kostet nichts!

Hier haben Sie die Möglichkeit, schnell und unverbindlich Antworten auf Ihre Fragen zu bekommen. Nehmen Sie Kontakt auf und schildern Sie im Kontaktformular kurz Ihr Problem. Wir werden Sie dann kurzfristig zurückrufen und Ihnen die Gelegenheit geben, vollkommen unverbindlich ein erstes Gespräch zu führen. Sie werden sehen, dass Sie Ihre Situation anschließend viel besser beurteilen können. Oft ergeben sich für Betroffene vollkommen neue Lösungsansätze. Kontakt gibt es hier!



Antworten auf drängende Fragen

Einige Fragen wollen wir Ihnen bereits hier beantworten, damit Sie sich nicht vollkommen vergebens unangebrachte Sorgen machen:

Stichwort: Insolvenzverschleppung

Viele haben Angst, sich der Insolvenzverschleppung schuldig zu machen. Oft ist diese Sorge vollkommen unnötig, denn nur Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG etc.) sind dieser Gefahr ausgesetzt. Einzelunternehmer und Freiberufler können keine Insolvenz verschleppen. Auch die Verantwortlichen in einer KG, GbR oder OHG können das Thema „Insolvenzverschleppung“ ignorieren, solange kein persönlich haftender Gesellschafter eine Kapitalgesellschaft ist. Für Geschäftsführer oder Vorstände in Kapitalgesellschaften gilt es, nicht panisch zu reagieren, sondern mit einem Fachmann die persönliche Situation genau zu analysieren.

Stichwort: Insolvenzgeld

Oft kreisen die Gedanken von Unternehmern in der Kreise mehr um die Probleme Ihrer Mitarbeiter, als um das eigene Schicksal. Dabei sind die Mitarbeiter in der Regel weit besser abgesichert als der Chef. Insolvenzgeld und Arbeitslosengeld verhindern zunächst einmal härtere Folgen. Das Insolvenzgeld sichert eventuelle Lohnverluste für einen 3-Monats-Zeitraum. Dabei ist wichtig, zu beachten, wie dieser Zeitraum berechnet wird. Er betrifft immer den Zeitraum vor einem Insolvenzereignis. Als Insolvenzereignis wird hierbei auf den Eröffnungs- oder Ablehnungsbeschluss der Insolvenz abgestellt. Die Nettogehälter der Mitarbeiter sind in den 3 Monaten, die vor diesem Beschluss-Datum liegen, gesichert.

Stichwort: Privatinsolvenz

Kaum ein Begriff rund um die Insolvenz wird so oft falsch verwendet wie „Privatinsolvenz“. Bei einer Privatinsolvenz geht es nämlich keinesfalls darum, private von betrieblichen Schulden abzugrenzen. Es wird mit diesem Begriff vielmehr zum Ausdruck gebracht, dass es sich beim Schuldner um eine natürliche Person handelt (im Gegensatz zu einer Gesellschaft oder einem Verein etc.).

Stichwort: sogenannte Regel- oder Verbraucherinsolvenz

Je nach Gegebenheiten kommen unterschiedliche Verfahrensarten für den Schuldner infrage. Es ist vollkommen falsch, zu glauben, dass eine dieser Verfahren als besser oder schlechter eingestuft werden könnten. Vielmehr haben beide Verfahrensarten Vor- und Nachteile. Was im jeweiligen Einzelfall einschlägig ist oder von Vorteil muss mit einem Fachberater erarbeitet werden. Es ist unbedingt davon abzuraten, ohne eine fachliche Begleitung ein bestehendes Gewerbe abzumelden, um dann eine Verbraucherinsolvenz durchführen zu können.

Stichwort: Selbständigkeit und Insolvenz

Ob der Schuldner selbständig ist oder nicht, entscheidet allein der Schuldner. Viele Betroffene befürchten, dass der Insolvenzverwalter Ihnen eine Selbständigkeit nicht erlaubt. Diese Befürchtung ist vollkommener Unsinn, denn die freie Berufsausübung sichert Art. 12 des Grundgesetzes. Dieses Grundrecht gilt natürlich auch für Insolvenzschuldner. Allerdings gelten für Selbständige ganz bestimmte Regularien, die unbedingt mit einem versierten Fachberater besprochen werden sollten.

Stichwort: Existenzminimum

Immer wieder verbreiten die Medien, dass Insolvenzschuldner für die Dauer von sechs Jahren mit dem Existenzminimum auskommen müssten. Das ist Unsinn. Denn zur korrekten Beurteilung sind stets die Gegebenheiten des Einzelfalls zu beachten. Auch ist es nicht so, dass der Gesetzgeber mit den Pfändungstabellen, die gem. §§ 850 ff. ZPO aufgestellt werden, beabsichtigte, Schuldner bis runter auf ein Hartz-4-Niveau zu pfänden.

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